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Minimalismus

Gute Vorsätze fürs neue Jahr

Nachhaltigkeit

Nehmt ihr euch gute Vorsätze fürs neue Jahr vor? Oder vielleicht eine Bucket List?

Habe ich beides bislang selten gemacht. Aber ich lese sie trotzdem immer wieder gerne auf anderen Blogs und denke darüber nach, ob ich mich darin wiederfinde.

Weniger Nähprojekte?

Was mir dabei immer häufiger auffällt: viele der Bloggerinnen denen ich folge kommen zu dem Schluss, dass sie sich fürs neue Jahr weniger Nähprojekte vornehmen wollen. Damit verbundene Schlagwörter wie „Slow Fashion“ und „Capsule Wardrobe“ machen die Runde.

Die Gründe sind oftmals der selbstauferlegte Druck, der fast schon zwangsläufig durch Probenährunden oder FOMO (= fear of missing out) entsteht.

Kann ich total nachvollziehen. An dem Punkt war ich auch schon. Und das meine ich jetzt nicht überheblich oder altklug. Ich kann verstehen, dass das Nähen nicht mehr soviel Spaß macht, wenn man das Gefühl hat, etwas nähen zu müssen.

Abgesehen davon finde ich es enorm wichtig, dass man sein eigenes Nähverhalten immer wieder hinterfragt. Natürlich ist es ein tolles Hobby und macht unheimlich viel Spaß. Man ist kreativ und kann sich seine Garderobe selbst zusammenstellen.

Was brauche ich wirklich?

Trotzdem sollte man sich hin und wieder überlegen, ob man überhaupt noch weitere Klamotten oder Taschen benötigt. Wieviele T-Shirts, Hoodies und Kleider braucht man denn wirklich? Und passt der neue Schnitt oder das neue Stoffdesign wirklich zu mir? Fühle ich mich darin wohl?

Elke von ellepuls hat zu diesem Thema einen Podcast erstellt den ich wirklich gut finde, weil er zum Nachdenken anregt.

Egal ob selbstgenäht oder gekauft – wir haben zuviele Klamotten im Schrank. Im Falle von selbstgenäht, haben wir wahrscheinlich auch zuviele Stoffe im Regal liegen.

Guter Vorsatz fürs neue Jahr

Um den Kreis zu schließen und zum Anfang zurückzukommen: wie wäre es mit dem Vorsatz fürs neue Jahr bewußter und achtsamer Klamotten einzukaufen bzw. zu nähen.

  • Was fehlt in meinem Kleiderschrank? Brauche ich dieses neue Teil wirklich oder habe ich bereits genügend ähnliche?
  • Steht mir die ausgesuchte Farbe/der ausgesuchte Schnitt?
  • Passt das neue Teil zu meinen bestehenden Klamotten und lässt sich kombinieren?

Wie Elke es bereits schön formuliert hatte: wenn jeder Deutsche nur 1 Kleidungsstück weniger dieses Jahr entsorgt, dann sind das schon 82 Millionen weniger Teile auf dem Altkleiderhaufen.

Und noch besser als „nicht entsorgen“ ist, gar nicht erst kaufen/nähen. Reduzieren ist immer besser als Recyceln.

Ich will damit weder eine Spielverderberin sein, noch mit erhobenem Zeigefinger dastehen. Keiner von uns setzt sich gerne mit den negativen Konsequenzen unseres Konsumverhaltens auseinander. Aber die Augen davor zu verschließen ist keine Lösung.

Und jetzt?

Im besten Fall kurz darüber nachdenken und das neue Jahr dazu nutzen eine kleine Veränderung im eigenen Verhalten vorzunehmen.

Niemand verlangt, dass wir jetzt alle den vollen Konsumverzicht leben und dieses Jahr nichts Neues mehr kaufen oder nähen. Darum geht es gar nicht. Aber wenn jeder ein klitzekleines bisschen weniger konsumiert, dann und nur dann, kann sich langfristig etwas ändern! Wir haben es selbst in der Hand.

In diesem Sinne:

Buy less, choose well, make it last.

https://blog.greenpeace.de/artikel/fast-fashion-wir-brauchen-eine-slow-fashion-revolution

LG,

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    Allgemein, Nachhaltigkeit

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