Seife ist besser als Shampoo

Nachhaltigkeit, Ohne Plastik

Wenn mich jemand fragt was ich auf meinem Blog schreibe bzw. in welche „Kategorie“ mein Blog gehört, dann würde ich ganz klar DIY bzw. Nähblog sagen.

ABER – eigentlich kann ich hier ja schreiben worüber ich will. Und ihr könnt euch überlegen, ob ihr mitlesen wollt oder nicht.

In den nächsten Tagen/Wochen möchte ich euch nicht nur Genähtes zeigen, sondern den Fokus etwas mehr auf Nachhaltigkeit verschieben.

Nähen & Nachhaltigkeit passt ja auch prima zusammen und darüber schreibe ich sowieso hin und wieder. Aber jetzt möchte ich noch etwas weiter über den Tellerrand schauen und nicht nur über Biostoffe oder Nachhaltige Fasern schreiben. Dieses Mal dreht sich meine Blogreihe um den ökologischen Fußabdruck und wie man ihn verkleinern kann.

Sicherlich habt ihr davon schon gelesen und vielleicht auch vor kurzem in den Nachrichten gehört, dass Deutschland ab dem 02.05. sozusagen auf Pump lebt. Bis zu diesem Tag haben die Bundesbürger die ihnen zustehenden, natürlichen Ressourcen für dieses Jahr aufgebraucht. Den Rest des Jahres leben wir sozusagen auf Kosten der zukünftigen Generationen.

Was kann man da machen? Jeder einzelne kann versuchen seinen persönlichen, ökologischen Fußabdruck zu verkleinern und genau dazu möchte ich euch ein paar Tipps und Ideen an die Hand geben.

Einige dieser Ansatzpunkte sind total trivial und für viele bereits selbstverständlich. Andere Punkte sind etwas schwieriger umsetzen oder vielleicht auf den ersten Blick undenkbar. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und wir stellen uns nicht immer so leicht um. Daher habe ich mich auch gegen eine lange Auflistung an Ideen entschieden und poste euch die Punkte lieber einzeln. So könnt ihr euch immer wieder neue Ideen holen und (hoffentlich) einzelne Punkte herauspicken und umzusetzen.

Seife statt Shampoo

Mein absoluter Favorit: vergesst flüssige Handseife, Duschgel, Shampoo und Haarspülung.

Bildquelle: https://pixabay.com

Viele Shampoos & Flüssigseifen enthalten Microplastik, welches völlig unnötig ins Abwasser gelangt und leider auch von den Kläranlagen nicht herausgefiltert werden kann.

Hinzu kommt die Plastikverpackung. Wieviele leere Shampoo- oder Duschgelflaschen sammeln sich bei euch übers Jahr hin an? Wahrscheinlich mehr als ihr denkt und hochgerechnet auf 81 Millionen Bundesbürger ergibt das einen ziemlich großen Plastikberg, der sich ganz einfach vermeiden lassen würde.

Die Alternative: Seife

Es ist vielleicht zunächst ungewohnt, aber man kann mit einem normalen Seifenstück ganz prima duschen und Haare waschen. Entweder die Seife in der Hand verreiben oder damit direkt die Haare bzw. den Körper einreiben.

Seifenstücke gibt es oftmals in Pappschachteln zu kaufen oder einfach nur mit einer Papierbanderole umwickelt. Mein persönlicher Favorit ist die Aleppo Seife – die besteht wirklich nur aus Oliven- und Lorbeeröl und gibt es oft in Bioläden unverpackt zu kaufen. (Hier findet ihr bei ecomonkey einen schönen Beitrag dazu.)

Für lange, pflegebedürftige Haare gibt es aber auch spezielle Haarseife. Statt einer teuren Haarspülung kann man übrigens auch einfachen Apfelessig vorwenden. Keine Sorge – der Geruch verfliegt sofort und die Haare werden schön glatt und geschmeidig – ganz ohne Microplastik.

Probiert es doch einfach mal aus. Nach spätestens zwei Wochen habt ihr euch daran gewöhnt – versprochen :-)

LG,

 

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6 Kommentare

  • Reply
    Yvonne
    14. Mai 2018 at 5:48

    Das hab ich auch jahrelang gemacht.
    Inzwischen bin ich soweit meine Haare mit Roggenmehl zu waschen.
    Für mich klappt das gut so.

    Danke für deinen wichtigen Artikel!

    • Reply
      Kerstin Heinrich
      14. Mai 2018 at 18:15

      Liebe Yvonne,

      die Idee mit Roggenmehl hatte ich auch schon gehört. Finde ich super, dass du damit gut zurecht kommst.
      Ich denke es ist alles eine Frage der Gewohnheit.

      LG,
      Kerstin

  • Reply
    muckelfuchs
    14. Mai 2018 at 8:34

    Liebe Kerstin,
    Danke für deinen Beitrag!
    Wer auf Flüssigseife nicht verzichten mag, kann aus einem Seifenstück (gerieben) und Wasser durch Erhitzen auch super Flüssigseife selber herstellen und die dann in eine Punpflasche füllen. Da gibts im Netz ganz viele Anleitungen zu.
    Aber ich finde auch, dass man sich an ein Stück Seife gut gewöhnen kann ;)
    Liebste Grüße
    Hannah

    • Reply
      Kerstin Heinrich
      14. Mai 2018 at 18:18

      Liebe Hannah,

      das mit der Flüssigseife habe ich mal für Spülmittel ausprobiert. Aber das hat leider nicht ganz so gut geklappt. Wobei ich es mir fürs Haare waschen/duschen sogar vorstellen könnte. Nur wäre es mir zuviel Aufwand ;-) Bei einem Stück Seife muss ich gar nichts tun und es ist tatsächlich keine große Umgewöhnung, wie du schon schreibst.
      Manchmal sind es die einfachen Dinge, die am Besten funktionieren :-)
      Danke für deinen lieben Kommentar – ich freu mich, dass dir der Beitrag gefällt.

      LG,
      Kerstin

  • Reply
    Peggy
    14. Mai 2018 at 20:16

    Liebe Kerstin,
    Ich benutze seit über 2 Jahren selbstgemachte Seife da ich Probleme mit der Haut habe. Ich liebe es und bin mehr als zufrieden. Ich benutze selbst deocreme anstatt deo. Auch meine Tochter benutzt Seife. Ich weis gar nicht wann ich das letze mal Duschcreme gekauft habe.

  • Reply
    Ute
    16. Mai 2018 at 14:02

    Beim Händewaschen sind wir schon lange auf feste Seife umgestiegen. Zum Haare waschen nutze ich zum Teil Haarseife und dem Duschen stecken wir noch in den „Kinderschuhen“. Für die Seife zum Duschen habe ich ein kleines Stoffbeutelchen mit Kordel genäht , damit die Seife nicht „wegflutscht“. Und außerdem kann so prima Seifenreste aufbrauchen.

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