Was ist ein Rasierhobel?

Nachhaltigkeit, Ohne Plastik

Plastikmüll und die damit verbundenen Probleme sind gerade in aller Munde.

Zum Glück! Eigentlich kann darüber gar nicht genug gesprochen, debatiert und informiert werden.

Nassrasierer aus Metall statt Plastik

In den Nachrichten wir darüber berichtet, dass die Ozeane immer mehr vermüllen und bis zum Jahr 2050 höchstwahrscheinlich mehr Plastikteile als Fische in den Weltmeeren schwimmen werden.

Im Trink- und Mineralwasser findet sich in der Zwischenzeit schon das Mikroplastik und mit einer neuen Studie ist auch nachgewiesen, dass es sich im menschlichen Körper anreichert.

Erste Schritte gegen das allgemeine Plastikproblem macht jetzt auch die EU und möchte Plastiktüten, Trinkhalme, Einweggeschirr und noch so einiges mehr verbieten. Ein absolut richtiger und notwendiger Schritt. Aber jeder Einzelne kann noch viel mehr tun und seinen Teil zur Problemlösung beitragen.

Rasierhobel

Der etwas andere Nassrasierer

Ich bin immer wieder auf der Suche nach weiteren Verbesserungsmöglichkeiten in unserem Lebenstil und unserem Konsum. Vor ein paar Monaten bin ich über eine weitere Idee gestolpert, wie ich den Plastikmüll in unserem Badezimmer reduzieren kann und dieses Mal betrifft es uns Frauen UND die Männer. Stichwort Rasierhobel!

Sagt euch nix? Keine Sorge – hat mir zunächst auch überhaupt nichts gesagt. In der Zwischenzeit bin ich total begeistert. Anstelle eines typischen Nassrasierers (welcher natürlich meistens aus Plastik besteht) und seinen Wechselköpfen mit 3-fach, 4-fach oder wieviel-fach-auch-immer-Klinge, gibt es tatsächlich wieder die althergebrachten Rasierhobel.

Rasierhobel

Den Namen finde ich übrigens ganz scheußlich, aber lasst euch davon nicht abschrecken. Der Nassrasierer besteht aus Metall und im Kopfteil ist eine Rasierklinge eingespannt. Diese lässt sich  austauschen, in dem der Kopf mit ein paar einfachen Handgriffen vom Griff geschraubt und anschließend wieder aufgesetzt wird. Geht ruck-zuck und ohne Probleme.

Die Vorteile

  1. Der einzige Müll der hierbei entsteht ist die Rasierklinge. Kein Plastik.
  2. Die Rasierklingen sind um ein vielfaches günstiger, als Rasierköpfe für Nassrasierer
  3. Die Rasur ist gründlicher und irritiert die Haut weniger
  4. Der Rasierhobel sieht im Bad viel stylischer aus als ein typischer Nassrasierer ;-)

ZeroWaste im Bad

Übrigens braucht man sich keine Sorgen machen, dass man sich damit leichter schneidet. Ich verwende meinen Rasierhobel jetzt schon mehrere Wochen für die typischen Stellen, die Frauen eben so rasieren (unter den Achseln, Bikinizone) und mein Mann für die tägliche Gesichtsrasur. Wir haben uns beide noch nicht ein einziges Mal geschnitten.

Ledertäschchen für den Nassrasierer

Für unterwegs hab ich mir ein kleines Ledertäschen gekauft, das den Rasierer hübsch und sicher verpackt. Die alten Rasierklingen sammeln wir im Moment in einem alten Marmeladenglas und wenn das irgendwann mal voll ist, werden wir die Klingen beim Recyclinghof abgeben. Offene Klingen in den Hausmüll zu werfen ist keine so gute Idee.

(Werbung weil Markennennung)

Falls die Frage aufkommen sollte, welchen Rasierhobel ich mir gekauft habe und wo man so einen herbekommt: ich habe in mehreren lokalen Geschäften danach gesucht und bin leider nicht fündig geworden. Daher habe ich meinen hier online bestellt.

Das kleine Metallfüßchen ist übrigens eine praktische Halterung für den Rasierhobel – braucht man nicht unbedingt, ist aber ein ganz nützliches Zubehör.

Rasierhobel

Ich bin zugegebenermaßen etwas neugierig, was ihr von diesem Artikel haltet. Schreibt mir doch gerne eure Meinung oder Fragen zu dem Thema.

LG,

Weitere Beiträge zum Thema ökologischer Fußabdruck & ZeroWaste findet ihr hier:

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6 Kommentare

  • Reply
    Katha | Bananenmarmelade
    27. Oktober 2018 at 20:06

    Hallo Kerstin,
    ich nutze auch einen Rasierhobel, meiner ist leider aus Kunststoff. Das war der einzige, der für mich verfügbar war und ich hoffe, er hält nun einige Jahre. Aber die Handhabung finde ich auch nicht schwieriger, als mit anderen Rasieren, ich habe mich auch noch nie geschnitten.
    Bei der Entsorgung der Klingen bin ich allerdings auch noch überfragt, sammle sie auch in einem kleinen Gläschen.

    Liebe Grüße!

    P.S. Gerne mehr Beiträge zum Thema Nachhaltigkeit :)

    • Reply
      Kerstin Heinrich
      28. Oktober 2018 at 10:58

      Liebe Katha,

      ich glaube gelesen zu haben, dass der Wertstoffhof die Rasierklingen annimmt, da es sich um reines Metall handelt und dieses ja eigentlich getrennt gesammelt werden kann. Aber erste Erfahrungen werde ich hier auch erst berichten können, wenn sich die alten Klingen etwas angesammelt haben und das dauert zum Glück eine Weile ;-)

      Zum Thema Nachhaltigkeit habe ich noch so einige Ideen und freu mich, wenn die hier gut ankommen. Danke für dein positives Feedback dazu :-) !!!!

      LG,
      Kerstin

  • Reply
    Tina
    27. Oktober 2018 at 20:56

    Hey,
    super! Ich hab auch so einen. Ich muss zugeben ich hab mich schon geschnitten. Am Knie und am Knöchel ^^
    Aber an anderen Stellen noch nie.
    Außerdem finde ich, der rasiert viel viel besser, als die „herkömmlichen“ Rasierer.

    Und ja ganz richtig, Rasierklingen gehören nicht in den Hausmüll. Ich meine gelesen zu haben, dass das mit dem Recylinghof die richtige Wahl ist.

    Grüße, Tina

    • Reply
      Kerstin Heinrich
      28. Oktober 2018 at 11:02

      Liebe Tina,

      einen Punkt hatte ich in meinem Beitrag total vergessen zu erwähnen: es gibt zwei Arten von Rasierhobel. Einmal mit offenem und einmal mit geschlossenem Kamm. Ich habe die Variante mit geschlossenem Kamm. Ganz ehrlich habe ich den Unterschied nicht 100%ig verstanden, aber es stand in der Erklärung dabei, dass hier die Gefahr sich zu schneiden geringer ist. Vielleicht wäre das eine Erklärung?!

      Jedenfalls freut es mich, dass du meine Meinung teilst, dass der Rasierhobel sogar besser funktioniert als gewöhnliche Systemrasierer. Das mit dem Recyclinghof glaube ich auch gelesen zu haben und probiere ich bei Gelegenheit noch aus.

      Liebe Grüße,
      Kerstin

  • Reply
    Claudia
    28. Oktober 2018 at 17:55

    Gute Idee
    Jetzt muss ich erst mal meine bisherigen aufbrauchen bevor ich mir den Hobel zulege… LG Claudia

    • Reply
      Kerstin Heinrich
      4. November 2018 at 9:17

      Liebe Claudia,

      ja – so habe ich das auch gemacht. Zuerst die noch vorhandenen Wechselköpfe verwenden und dann evtl. auf das neue System umsteigen :-)

      LG,
      Kerstin

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