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ZeroWaste

Plastik Planet

Nachhaltigkeit, Ohne Plastik

Seit einiger Zeit bin ich euch schon einen weiteren Beitrag zum Thema Plastik  bzw. ZeroWaste schuldig. Ich weiß gar nicht so recht wo anfangen und wo aufhören, soviele Gedanken habe ich mir dazu in der letzten Zeit gemacht.11 Tipps um Plastik zu vermeiden

Das Plastikproblem ist in unserer Familie voll angekommen. Kurzfristig hatten sich meine Kinder tatsächlich Sorgen darüber gemacht, dass wir ab jetzt keine weiteren Legoteile oder ähnliche Spielsachen kaufen – immerhin sind diese auch aus Plastik.

Natürlich sind nicht die Legobausteine das Problem, sondern vielmehr die Einmalverpackungen. Das habe ich auch den Jungs erklärt. Seitdem achten sie mit darauf, dass ich möglichst Dinge einkaufe, die nicht unnötigerweise in Plastik verpackt sind. Prima, oder? Letztlich sind es unsere Kinder, die irgendwann unseren ganzen Plastikmüll und die damit verbunden Probleme erben. Je früher sie dafür sensibilisiert werden, desto besser.

Nachdem das Thema Legobausteine geklärt ist, möchte ich euch ein paar einfache und kleine Beispiele zu unnötigem Plastikverbrauch aufzuzeigen:

Tipps um Plastik zu vermeiden

Tipps um Plastik beim Einkauf zu vermeiden

  • Überraschungseier – eigentlich haben die Kids genügend Spielsachen. Da kann man auf den kleinen Plastikschrott gut verzichten, der aus dem Ü-Ei herauskommt und meist sowieso schnell im Mülleimer landet.
  • Pralinen – letztlich kauft man mehr Plastikverpackung als Schokolade. Vielleicht wären ja die Pralinen aus der Konditorei eine Alternative?
  • PET-Flaschen – Sprudel, Saft & Co. gibt es auch in Glasflaschen. Oder wie wäre es mit einem Aufsprudler? Das ist übrigens auch viel gesünder als das Wasser aus der Plastikflasche.
  • Joghurtbecher – Joghurt & Sahne gibt es auch in Glas verpackt :-)
  • Abgepacktes Obst & Gemüse – warum zum Teufel wird beispielsweise eine Gurke eingeschweißt? Obst & Gemüse kann man im Bioladen oder auf dem Markt einzeln und unverpackt kaufen
  • Flüssigseife – Seifenspender können nachgefüllt werden, statt sie direkt wegzuwerfen. Noch besser ist natürlich ein Stück Seife – ganz ohne Plastikverpackung.
  • Coffee to go – Die Pappbecher sind innen mit Plastik beschichtet und damit nur schwer recycelbar. Wie wäre es mit einem Thermosbecher-to-go? Eine Übersicht über BPA-freie Kaffeebecher findet ihr bei utopia.de.
  • Plastikkochlöffel – was spricht gegen die guten alten Holzkochlöffel?
  • Plastiktüte – Stoffbeutel & Gemüsenetz zum Einkaufen mitnehmen
  • Einweggeschirr – zuviele Gäste, zu wenig Geschirr? Vielleicht kann ja die Freundin einen Stapel Teller oder Besteck ausleihen und mitbringen.
  • CDs & DVDs – Musik, Hörbücher und Filme online kaufen oder ausleihen (bsp. über iTunes, amazon & Co.)

Achtet beim Einkauf doch einfach mal darauf, was alles in Plastik verpackt ist. Vielleicht gibt es ja im Regal direkt daneben eine Alternative, die in Glas oder Karton verpackt ist? Weitere Ideen findet ihr bei Utopia.

Das Plastik-Problem

5 Fakten zum Thema Plastik

In unseren Weltmeeren schwimmt jede Menge Plastik. Nicht nur in großen erkennbaren Plastikteilen, auch als Microplastik. Das ist nichts Neues. Spätestens seit der Diskussion um Plastiktüten beim Einkauf, sind viele Leute für das Thema sensibilisiert.

Auch wenn ihr euch mit dem Problem schon näher auseinandergesetzt und informiert habt, kann ich euch diesen Artikel empfehlen: Sechs Daten-Visualisierungen erklären das Plastikproblem. Bei mir lösten folgende Punkte einen richtigen Aha-Effekt aus:

  • Jedes einzelne Stück Plastik, das jemals produziert wurde, existiert heute noch in irgendeiner Form auf der Erde bzw. in den Weltmeeren.
  • ca. 50% des Plastikverbrauchs weltweit wird für Einmal-/Wegwerfprodukte verwendet (Flaschen, Tüten, Verpackungen,…)
  • Die EU recycelt nur etwa 26% ihres Plastikmülls
  • Die Hälfte des Recyclingabfalls der EU wird ins Ausland (größtenteils China) exportiert. Was dort damit gemacht wird, ist unbekannt.
  • sogenanntes Bioplastik ist erst bei 50 Grad biologisch abbaubar – also mehr Marketingstrategie als tatsächliche Lösung.
* (Quelle: http://dw.com)

Plastik Recycling

Recycling als Lösungsansatz?

Recycling ist auf dem Vormarsch: Schulränzen, Turnbeutel, Tragetaschen, T-Shirts, Turnschuhe und sogar Nähgarn aus PET-Flaschen. Das ist eine super Idee und ein guter Ansatz, den bereits vorhandenen Plastikmüll sinnvoll wiederzuverwenden.

Leider ist es gleichzeit aber auch Augenwischerei. Hand aufs Herz – wer hat nicht schon einmal gedacht: PET-Flaschen sind nicht weiter tragisch. Schließlich ist Pfand darauf, die Flaschen werden brav zurückgegeben, recycelt und ein neues Produkt daraus hergestellt. Zumal der ganze Transport viel ökologischer ist als bei schweren Glasflaschen, die auch wieder gereinigt oder eingeschmolzen werden müssen.

Ja – stimmt schon. Aber das ist eben nur die halbe Wahrheit. Je nach Land landen ca. 22-43% Prozent des Plastikabfalls auf der Müllhalde*.  Gleichzeitig steigt die Plastikproduktion mit jedem Jahr weiter an. Recycling ist eine sinnvolle Sache, kann aber nicht die alleinige Lösung unseres Plastikproblems sein. Das Plastik verschwindet nicht mehr aus unserem Ökosystem. Es bleibt bestehen und macht Probleme.

Das lässt nur eine Schlussfolgerung zu: wir müssen unseren Plastikverbrauch drastisch reduzieren. Wir alle. Wir können uns nicht auf dem Gedanken ausruhen, dass das Plastik recycelt wird und andere Länder noch viel mehr Plastikmüll produzieren als wir. Jeder muss mitmachen und jeder muss sich an seine eigenen Nase fassen und seinen persönlichen Plastikverbrauch einschränken. Machst du mit?

LG,

Links zum Weiterlesen:

 

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