Outdoorjacke aus Softshell

Klamotten, Werbung

Ich liebe es draußen zu sein. Mindestens einmal die Woche gehe ich joggen und solange es kein Glatteis oder Schnee auf den Straßen hat, fahre ich jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit.

Es ist wunderschön morgens über die Felder zu fahren. Die 20 Minuten Wegstrecke sind perfekt um abzuschalten und seine Ruhe zu haben.

Softshell von aktivstoffe.de

Im Normalfall ziehe ich zum Sport keine sogenannte „Funktionskleidung“ an. Eine normale Joggingbüxe, T-Shirt oder Pulli aus (Bio-)Baumwolle reichen meiner Meinung nach völlig aus.

Die Sachen kommen hinterher sowieso in die Wäsche und das ganze Polyesterzeugs trocknet vielleicht schneller, aber ansonsten habe ich darin noch keinen Mehrwert gesehen. Zumal es bei jedem Waschen Microplastik ins Abwasser spült.

Outdoorjacke selbstgenäht

ABER – es gibt tatsächlich Funktionsstoffe, die auch ich verwende und an dieser Stelle sinnvoll halte. Beispielsweise Softshell.

Weder beim Radfahren noch beim Joggen stört es mich sonderlich, wenn es regnet. Klar – schönes Wetter ist mir auch lieber. Aber letztlich ist es nur die erste Überwindung. Definitiv ist aber bei nassem und vor allem nass-kaltem Wetter eine gute Jacke wichtig. Hier kommt Softshell ins Spiel.

jErika von Prülla aus Softshell

Der Stoff ist schön leicht und dünn, hält relativ lang den Regen ab, ist einigermaßen winddicht und hält dadurch warm.

Schon längere Zeit hatte ich mit dem Gedanken gespielt mir eine Softshelljacke selbst zu nähen und da kam die Anfrage von aktivstoffe.de wie gerufen. Ich durfte mir einen Stoff aussuchen und habe mich für den blau-melierten Melly Nanotex Softshell entschieden.

Nicht verwunderlich, gell? Blau ist einfach meine Lieblingsfarbe. Obwohl grau und türkis bestimmt auch klasse aussehen. Den Softshell gibt es nämlich gleich in mehreren Farben.

Softshelljacke jErika

Genäht habe ich eine jErika von Prülla. Den Schnitt hatte ich bereits als Sweatshirtjacke ausprobiert. Nachdem ich mich irgendwann aufgerafft und den Reißverschluss nochmal komplett herausgetrennt hatte (um die Kapuze zu füttern & den Kragenabschluss schöner zu gestalten), ist diese blaue Kapuzenjacke ein absolutes Lieblingsteil in meinem Schrank geworden.

Dieses Mal also aus Softshell. Die Verarbeitung hatte ich mir viel schwieriger vorgestellt. Wenn überhaupt, dann war das Ganze sogar leichter zu nähen als mit Sweatstoff, da der Softshell nicht ganz so dehnbar ist und sich weniger verzieht.

Softshelljacke selbernähen

Genäht habe ich mit der normalen Nähmaschine mit einem längeren Geradstich (3). Versäubern muss man die Kanten nicht. Damit die Nähte schön flach liegen, habe ich aber jede Naht nochmal von rechts abgesteppt und die Nahtzugabe damit fixiert. Das macht unheimlich viel her!

Ein absolutes MUSS bei meiner Outdoorjacke sind die Reißverschlusstaschen. Schlüssel, Handy oder iPod (fürs Joggen) müssen ja irgendwo sicher verstaut werden und offene Eingriffstaschen sind mir da zu unsicher. Dank der Anleitung von Danie hat auch das super geklappt.

Outdoorjacke mit Reißverschlusstaschen

Den hochgezogenen Kapuzenkragen mag ich besonders gerne. Da kann man sich bei fiesem Wetter so richtig reinkuscheln. Dieses Mal habe ich auch direkt zur gefütterten Kapuze gegriffen. Damit gefällt mir die Jacke einfach besser. Als Kapuzenfutter habe ich einen brombeerfarbigen Bio-Jersey von Lebenskleidung benutzt. Das Taschenfutter ist aus demselben Stoff und blitzt bewusst ein bisschen am Reißverschluss hervor.

Outdoorjacke jErika

Der einzige Wermutstropen an der Jacke ist der Saum. Ich habe hier einen sehr schmalen Falzgummi aufgenäht und beim Annähen aus Versehen den Softshell etwas gedehnt. Daher steht der Jackensaum ein wenig ab.

Eng anliegend wäre mir lieber gewesen, aber das lasse ich jetzt erstmal so. Vielleicht packt mich irgendwann die Muse und ich arbeite da nochmal ein bisschen nach. Aber die ersten Joggingrunden im Nieselregen und 3-4 Radtouren zur Arbeit hat die Jacke bereits erfolgreich gemeistert :-)

Übergangsjacke - Sportjacke aus Softshell

Ach so – zwei kleine Details hatte ich noch vergessen zu erwähnen: natürlich hat die Jacke auch Daumenlöcher an den Ärmeln! Ich liebe Daumenlöcher!!! Danie hat dazu ein Tutorial auf ihrem Blog, welches ganz wunderbar einfach zum nachnähen ist.

Das zweite kleine Detail: am Saum und auf einem Oberarm sind zwei kleine SnapPap Labels mit Anker aufgenäht. Ich finde so kleine Details runden ein Nähwerk ab und machen echt was her. Die Labels habe ich von der lieben Daniela von katschinka bekommen – ganz lieben Dank dafür!

Ahoi Outdoorjacke

Hachz – ich freu mich, dass ich es endlich gewagt habe eine Softshelljacke zu nähen. Vielleicht traue ich mich bei Gelegenheit doch nochmal an eine Jeanshose ran. Danie hat da so ein cooles neues Schnittmuster ;-)

LG,

 

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