MiniBörse oder wieviele Karten braucht man eigentlich

Allgemein

Die ein oder andere hat es bei Facebook und Instagram vielleicht schon gesehen: demnächst wird es ein neues Ebook von mir geben. Die MoneyBag. Ein Geldbeutel mit verschiedenen Reißverschlussversionen und in verschiedenen Größen.Geldbörse MoneybagIm Moment nähen die Mädels aus meinem Probenähteam fleißig und geben mir Rückmeldung. 1-2 Wochen müsst ihr euch also noch gedulden. Während ich dem Schnittmuster den letzten Schliff gebe, möchte ich gerne ein paar Gedanken zum Thema Geldbeutel im Allgemeinen und Entrümpeln im Speziellen mit euch teilen.

Das komplette Wochenende stand bei uns Zuhause im Zeichen von Ausmisten. Normalerweise packt einen so etwas im Frühling oder wenn man ein Baby bekommt. Das trifft beides nicht zu ;-) Aber wer mich ein bisschen kennt der weiß, wie gerne ich sortiere, ausmiste, verschenke & wegwerfe. Das scheint bei uns irgendwie in der Familie zu liegen. Zudem lese ich sehr gerne Blogs bei denen es um Minimalismus geht. Zum Beispiel: zen habits oder becoming minimalist.what you do not need

Natürlich geht es auch mir oft so, dass ich etwas bei anderen sehe und sofort den „will-ich-brauch-ich-auch-Reflex“ habe. Aber zunehmend werde ich besser darin erstmal abzuwarten und darüber zu schlafen und stelle dann fest: eigentlich brauche ich das doch nicht.

Ich bin überhaupt nicht der Sammlertyp. Es geht mir nicht darum etwas zu HABEN. Ich kaufe Dinge, die ich BRAUCHE und VERWENDE, so lapidar sich das auch anhören mag. Wir besitzen alle unheimlich viele Dinge, mit denen wir nichts anfangen und die eigentlich zu nichts nütze sind. Deko-Artikel findet man bei mir beispielsweise sehr wenig. Klar, sie sehen toll aus und gefallen mir auch oft. Aber sie erfüllen keinen wirklichen Nutzen, kosten Geld und stauben ein.

Warum sollte ich also Zeit aufwenden um ganze Sammlungen an (teilweise unnützen) Dingen zu sortieren, aufzuräumen, abzustauben, drumherum zu putzen usw. Wäre es nicht viel besser, wenn ich weniger Dinge hätte, um die ich mich kümmern müsste?owing lessVor kurzem hatte ich noch darüber nachgedacht einen weiteren Schrank in den Keller zu stellen, damit wir einige der Dinge, die im Keller herumliegen besser aufräumen könnten. Hier kommt wieder das Thema Staub ins Spiel. Nachdem wir jetzt rigoros den ganzen Keller (und damit meine ich wirklich den ganzen Keller und den Inhalt jeder einzelnen Kiste, Schrank & Schublade) durchgegangen sind, konnten wir tatsächlich einen Schrank komplett leerräumen.

Der Inhalt (alte Schulhefte und Aufschriebe aus meiner Studienzeit, noch ältere Aufklebersammlungen, Koffer & Taschen die wir nie wieder benötigen, usw.) wurden entrümpelt und entsorgt. Ich kann euch gar nicht sagen, was für ein befreiendes Gefühl es ist, das Haus um den Inhalt einer kompletten Autoladung an Gerümpel zu befreien. Was sich da so alles ansammelt ist wirklich unglaublich.

Kennt ihr übrigens dieses tolle Lied von Silbermond: „Leichtes Gepäck“? Das lief gestern abend zufällig im Radio, als ich diesen Blogbeitrag vorbereitet habe. Passt super dazu :-)

Schön. Und was hat das jetzt bitte mit einem Geldbeutel zu tun? Der Keller hat damit zugegebenermaßen gar nichts zu tun. Aber das Thema Ausmisten dafür umso mehr. Es gibt so viele Dinge, die man eigentlich nicht wirklich braucht. Die man eben hat und mit sich herumschleift und dafür den richtigen Platz sucht. Beim Geldbeutel sind das meiner Meinung nach die gefühlten 100 verschiedenen Scheckkarten, die FRAU meistens mit sich herumschleift. Klar – so eine Scheckkarte ist super klein, nimmt nicht viel Platz weg und wiegt auch keine 5 kg. Warum sollte ich mir also Gedanken darüber machen?MiniBörse

Nun ja – ich habe mir Gedanken darüber gemacht, weil ich einfach keine Lust mehr hatte, immer einen mega-großen Geldbeutel mit mir herumzuschleifen. Zudem mag ich eigentlich gar nicht bei jedem Unternehmen mit einer „Kundenkarte“ registriert sein und damit mein Kaufverhalten offen legen. Ok – das ist jetzt nochmal ein ganz anderes, großes Thema und sprengt den Rahmen.

Zurück zum Entrümpeln. Ich habe für mich den perfekten Geldbeutel gefunden: meine MiniBörse. Hier passt mein Führerschein, meine EC-Karte, mein Büchereiausweis und meine Karte für das Fitnesscenter hinein. Zusammen mit Münzgeld & Scheinen. Und ganz ehrlich – mehr brauche ich überhaupt nicht. Stattdessen habe ich mich dazu entschieden sämtliche Kundenkarte von Payback, J7 (Friseur), Jakoo, Intersport, Ikea, H&M, Hofmeister, Breuninger und so weiter einfach zu entsorgen.Die etwas kleinere Geldbörse

Nerven euch diese vielen Karten nicht auch manchmal? Vielleicht kostet mich dann der ein oder andere Einkauf ein bisschen mehr, weil ich nicht den tollen Mitgliedrabatt bekomme. Dafür habe ich weniger Karten, die ich immer und überall mit mir herumtrage, weniger Werbepost im Briefkasten und gefühlt einfach mehr Freiheit :-) letztlich verfolgen diese Karten ja nur einen Zweck: Kundenbindung & Datensammlung.

Jetzt stellt sich eigentlich nur noch die Frage: warum bringe ich dann ein Schnittmuster für einen größeren Geldbeutel heraus und nicht den Schnitt für meine MiniBörse?
Ich kann euch versprechen: die MoneyBag ist ein überschaubarer Geldbeutel. Groß genug für mindestens 6 Scheckkarten – zuzüglich zwei großen Fächern für Scheine oder noch mehr Karten. Aber auch gerne klein genug um mal im Kartenchaos durchzumisten. Nicht jeder ist ganz so minimalistisch unterwegs wie ich. Daher finde ich die MoneyBag eine tolle Alternative. Du gestaltest sie dir einfach selbst in der Größe und Ausstattung, wie du sie haben willst. Nur ein kleines bisschen Geduld brauchst du noch :-)

Wie stehst du zum Thema Scheckkarten, Geldbörsen und Entrümpeln? Gibt es Bedarf für mehr Infos zum Thema Ausmisten? Ich hätte da noch so einige Ideen, Tipps und Anregungen im Kopf ;-)

LG,

Kerstin

  • Schnittmuster: MoneyBag (gibt es demnächst als Ebook von mir)
  • Schnittmuster: MiniBörse (gibt es leider derzeit nicht als Anleitung. Etwas vergleichbares findet ihr bei machwerk)
  • Verlinkt bei: HoT, DienstagsDinge
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9 Comments

  • Reply
    Nähkäschtle
    9. Februar 2016 at 11:34

    Beim Ausmisten bin ich immer dabei … habe hier den Ruf des Wegwerfers und Entrümplers – sowohl was Dinge angeht wie auch persönlicheres … Wenn ich gefragt werde warum kann ich nur sagen mir geht es wie dir – ich mag gern den Überblick haben und selbstbestimmt sein, eigentlich ganz einfach. Deswegen hab ich auch immer nur die kleinste Tasche beim Wegfahren und doch alles dabei ;-). Im Geldbeutel hab ich 4 Karten (Perso, Führerschein, EC-Karte und noch dienstliches … Geld – das wars. Ideen zum Entrümpeln gern immer (ich geb sie weiter, weil hier gibts keinen Bedarf – nach einmal im Jahr das Haus auf den Kopf stellen bleibt kaum überflüssiges).
    Liebe Grüße Ingrid
    PS:

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    Fabulatoria
    9. Februar 2016 at 12:30

    Das mit dem Entrümpeln tue ich eigentlich auch gerne, aber es fällt mir schwer. Wenn der weltbeste Mann sich nicht trennt, dann will ich auch nicht. Ist glaub das ist son Geschwisterrivalitätsding aus meiner Kindheit. Nur ja nicht benachteiligt sein *lach* Aber nach dem Umzug im letzten Jahr ohne großes Entrümpeln und dem bevorstehenden in diesem Jahr kommen wir beide nicht drum herum und so geht mal hier, mal dort wieder etwas in den Müll. Und wenn wir alles in Kisten packen folgt dann der Rest. Auch wenn wir wahrscheinlich immer noch unglaublich viel Zeugs haben werden. Aber alleine das Nähzimmer ist so gut gepackt, dass man nur ungläubig den Kopf schütteln kann, wenn man die Kistenberge sieht die es tatsächlich sind.
    Mein Geldbeutel ist bisher immer noch ein gekaufter, denn der ist schmal aber dick und damit kompakt. Sowas konnte ich bisher noch nicht so nähen. Und ich benutze meine Kartensammlung für Rabatte wirklich gerne, sollen die ruhig alle meine Daten sammeln ;o) Aber dort sortiere ich immer wieder regelmäßig aus, sonst würde es sicher Überhand nehmen.

    Liebe Grüße, Carmen

    • Reply
      Jakaster
      21. Februar 2016 at 18:23

      Da geht es mir wie dir. Ich mag meine Karten. Eine brauche ich ständig: Bank, Studententicket, P**B*** usw. Andere eher selten: Führerschein, Perso, Krankenkasse. Andere würde man wohl am liebsten nie benutzen: ADAC, Organspendeausweis. Und andere hat man sicher dann nicht dabei, wenn man sie braucht: Großmarkt z.B. Da kommt man ohne gar nicht erst rein und wir waren schon ein mal paar unterwegs und haben spontan beschlossen einen Abstecher zu machen. Da mag ich nicht verzichten.

      Dann ist da noch mehr Kram in meiner Börse. Visitenkarten z.B. Pflaster und Briefmarken. Ich verschicke gerne Karten und ganz sicher haben sie im Geschäft keine Marken, wenn man sie braucht. Da habe ich dann lieber einen Streifen dabei. Genau so Pflaster. Neue Schuhe an und los und was erst so bequem war drückt dann doch. Oder der Nagel reißt ein oder bricht ab. Da habe ich lieber ein paar dabei. Nichts ist nerviger als schmerzende Füße oder ständig mit dem kaputten Nagel irgendwo hängen zu bleiben. Die Geldbörse habe ich immer dabei, also genau der richtige Ort um sie zu verwahren.

      Ich bewundere jeden, der mit zwei Karten und einer kleinen Börse durchs Leben geht, aber damit fühle ich mich einfach nicht wohl. Ich gehe zu gerne auf Nummer sicher. Bevor ich mich ärgern muss habe ich am Ende lieber ein bisschen mehr dabei. Die Wasserflasche in der Handtasche, den Müslieriegel für den quengelnden Seebären, die extra Packung Taschentücher, den Stoffbeutel, die Hustenbonbons… Mit meiner Handtasche könnte ich auswandern. Sicher wäre all das nicht jeden Tag nötig, aber weiß ich das vorher? Wenn es bei einer Freundin besonders lustig ist und ich spontan übernachte, dann ist das kein Thema. In meiner Tasche ist alles was ich brauche. Mich beruhigt das irgendwie. Mal sehen ob es immer so bleibt, aber gerade geht es mir gut damit.

      Liebe Grüße
      Rebecca

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    Ronja
    9. Februar 2016 at 13:26

    Mir gefallen beide Geldbörsen ausgesprochen gut!
    Ich hab auch schon seit einiger Zeit nur noch kleine Portemonnaies dabei – das reicht auch einfach. Neben allerlei unnötigen Karten sammelt sich ja auch schnell mal ein mittelgroßer Müllberg in so großen Portemonnaies an: Kassenbons, Bahntickets, Visitenkarten und Flyer. Brauch ich alles nicht aubewahren, tu ich aber, wenn ich die Möglichkeit hab. Also muss man dem einfach entgegenwirken ;)
    Und zum Thema ausmisten muss ich dir recht geben, das kann wirklich sehr befreiend sein. Letzte Woche hab ich mal unsere Abstellkammer entmüllt und war wirklich überrascht, was da alles drin stand .. Und das ist erst der Anfang, fürchte ich.
    Liebe Grüße,
    Ronja

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    im-sew-happy
    9. Februar 2016 at 14:30

    Ich bin im Moment auch immer wieder mal am Ausmisten und wegwerfen, manchmal bin ich ein Sammler, manchmal nicht. Mein Mann hat mir extra keinen Keller gebaut, damit ich ihn nicht zumüllen kann ;-). Und unser Dachboden ist auch nicht der Größte.
    Eigentlich hatte ich auch immer meine große Geldbörse dabei, aber als ich letzte Woche unterwegs war und wenig Gewicht schleppen wollte, hab ich kurzerhand meine MiniGeldbörse von Khaffee herausgekramt, ich habe sie zufällig neulich aus einer Kiste geholt und sie lag gerade herum… (weil ich sie auch unbedingt einmal haben musste :-)), wie du schon sagst, ein paar Dinge braucht man, und die finden alle Platz darin. Passt super in die Jacken- oder Hosentasche! Ich bin am Überlegen, mir ein Extraetui für die ganzen Karten zu machen, die man vielleicht ab und zu mal benötigt aber nicht immer mitschleppen mag.
    Das Gefühl ist wirklich befreiend.
    Ich bin neulich stolz an der neuen Lecker Bakery vorbei gegangen, ohne sie zu kaufen, weil ich in letzter Zeit eh nicht viel daraus gebacken habe…..
    Liebe Grüße von Sabine

  • Reply
    greenfietsen
    9. Februar 2016 at 15:29

    Liebe Kerstin,

    du sprichst mir aus der Seele! Ein toller Blogpost und so schöne MiniBörsen! :-) Ich habe zu dem Thema auch schon länger einen Blogpost geplant. Ich hab nämlich auch keine Lust mehr, meine Lebenszeit damit zu verschwenden, Kram zu bestellen, zu kaufen, anzuhäufen, zu verwalten, abzustauben und aufzuräumen. Was für eine Vergeudung von Zeit und Energie! Be minimalist! – YES!!! :-)

    Liebe Grüße
    Katharina

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    Britta
    9. Februar 2016 at 19:42

    Früher habe ich Stoffe einfach gekauft, weil sie schön sind, ohne ein bestimmtes Projekt vor Augen zu haben. Inzwischen kaufe ich aber nur noch, wenn ich weiß wofür. Das heißt aber auch, dass ein Wunschprojekt länger liegt, weil mir der passende Stoff noch nicht über den Weg gelaufen ist. Sehr gerne verarbeite ich aber auch unsere ausrangierten Jeanshosen. Was die diversen Karten angeht, habe ich immer ziemlich viele dabei, angefangen von der Krankenkarte für mich und meine Kinder, die Büchereiausweise und das ist nur der Anfang. Leider leiden meine Portemonnaies darunter, dass sie immer gut gefüllt sind mit den diversen Karten. Deshalb habe ich mir überlegt, mir ein kleines Täschchen nur für die Karten zu nähen.
    LG, Britta

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    Johy
    10. Februar 2016 at 16:48

    Liebe Kerstin, da bin ich ganz bei Dir! Was das Ausmisten angeht, bin ich schon in der Familie gefürchtet. Ich halte es nach einem Buch, das ich vor Jahrzehnten gelesen habe (Entrümpeln im Alltag): es bleiben nur die Sachen die mir was bedeuten. Auch bei Anziehsachen bin ich da konsequent. Alles was ich ein Jahr nicht anhatte, fliegt raus.
    Und bei den Karten bin ich auch ganz bei Dir. Ich habe auch nur meine Krankenkassenkarte, Bücherei und EC-Karte. Fertig! Lediglich die Krankenkassenkarten der Kinder muss ich noch mitschleppen.
    Liebe Grüße
    Johy

  • Reply
    Inge
    23. Februar 2016 at 15:17

    Deine Minibörse sieht einfach klasse aus.
    Vielleicht hast du ja irgendwann ein Zeitfenster, den Schnitt dazu zu veröffentlichen. Ich würde mich sehr darüber freuen.
    Herzliche Grüße
    Inge

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