Die Suche nach dem schlichten, grauen T-Shirt

Biostoffe, Klamotten, Werbung

Das kann doch eigentlich nicht so schwer sein: ein schlichtes, graues T-Shirt.

Für mich der Klassiker und immer wieder gerne getragen. Eigentlich einfach zu nähen. Eigentlich.Buchrezension: Alles Jersey

Aber es ist wie verhext. Egal welches Schnittmuster und welchen Stoff ich verwende – das Ergebnis ist nie genau DAS Shirt, das ich mir vorstelle. Und das Blöde daran ist: ich kann nicht einmal sagen woran es liegt.

Dieses Shirt war mein Versuch statt normalem Jersey einen Jacquard von Albstoffe zu verwenden. Den Stoff habe ich zusammen mit dem letzte Woche gezeigten OH YES Jacquard von Nostalgia Privatim zur Verfügung gestellt bekommen und hatte mich richtig darauf gefreut. Das fertige Shirt konnte ich sozusagen bereits bei der Stoffbestellung vor meinem geistigen Auge sehen.einfaches, graues T-Shirt

Versteht mich nicht falsch, der Stoff ist prima und das Shirt werde ich auch sicherlich gerne anziehen. Aber es ist einfach nicht mein Lieblingsshirt, dass ich mir so gerne genäht hätte.

Das Schnittmuster ist übrigens aus dem neuen Buch von Stefanie alias Herzekleid: Alles Jersey – Tops und Shirts. Ich war total im Glück, als ein versehentlich doppelt zugesendetes Exemplar für Catrin vom stoffbüro, seinen Weg zu mir gefunden hat. Ganz lieben Dank dafür nochmal :-)Bio-Jacquard Albstoffe

Ein tolles Buch mit einer Vielzahl an Variationsmöglichkeiten verschiedener Ausschnitte, Ärmel und Säume. Die Erklärungen, wie man sich selbst den Schnitt anpassen und kombinieren kann, finde ich wirklich hervorragend.

Eigentlich genau mein Buch. Vielleicht muss ich einfach noch ein paar Anpassungen an meinem ausgewählten Schnitt vornehmen. Vielleicht den Ausschnitt etwas verkleinern? Keine Ahnung – darüber muss ich noch ein bisschen nachdenken.

Oftmals ist es wohl auch so, dass man mit den selbst genähten Sachen viel kritischer ist als mit den gekauften. Ich drehe mich damit wirklich tausendmal vor dem Spiegel und beäuge kritisch jede Falte und jede Naht. Ich hoffe ich bin irgendwann an dem Punkt angekommen, dass ich das fertig genähte und gebügelte Shirt über den Kopf ziehe, in den Spiegel schaue und denke: perfekt!Jacquard grau mit blauen Punkten

Seid ihr an diesem Punkt bereits angekommen?

LG,

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14 Comments

  • Reply
    Sindy
    27. April 2017 at 8:29

    Liebe Kerstin, bei Deinen Worten musste ich schmunzeln. Auch ich nähe im Kopf sehr oft etwas anderes, als wie es dann angezogen aussieht. Und tatsächlich geht es mir vor allem bei Shirts so. Nie treffe ich den Stil, den ich mir vorgestellt habe. Auch ich ziehe die Shirts natürlich an, aber gewünscht hätte ich mir etwas anderes.

    Und weißt Du .. ganz oft passiert das, wenn ich den Schnitt selbst zurechtbiege. Ich glaube zu wissen, was ich da tue und auf dem Stoff sieht es auch gut aus, aber angezogen ist es einfach nicht das, was ich mir vorstellte.

    Und nun? Ich glaube, wir müssen einfach weitermachen und probieren. Irgendwann wird es ganz sicher klappen.

    Mir jedenfalls gefällt Dein einfaches Shirt seeeehr gut!

    Ganz liebe Grüße
    Sindy

    • Reply
      Kerstin Heinrich
      29. April 2017 at 16:18

      Liebe Sindy,

      danke für deine Nachricht. Ich bin ja froh, dass ich nicht die Einzige bin :-)
      Wahrscheinlich hast du recht und wir probieren einfach weiter. Irgendwann klappt es bestimmt und man lernt ja wirklich jedes Mal dazu :-)

      LG,
      Kerstin

  • Reply
    Anni | annimamia.de
    27. April 2017 at 10:58

    Hallo Kerstin,
    ich finde das Shirt steht dir ganz wunderbar. Ist es denn eher der Schnitt oder der Stoff (Muster?), der dich stört? Vielleicht wäre ein unifarben-melierten Jersey noch besser gewesen als Basic-Teilchen? Der Schnitt scheint zumindest toll zu sitzen? Ansonsten bastle ich inzwischen aber auch meistens an der Schniten selbst rum. Bei meinem Lieblings-Basic-Shirt „Sally“ von Romy Nähwerk habe ich den Ausschnitt komplett verändert und die Taille angepasst. Aber nun habe ich auch schon unzählige Exemplare davon im Schrank. Irgendwann findest du sicher noch die perfekte Stoff-Schnitt-Kombination!

    Liebe Grüße,
    Anni

    • Reply
      Kerstin Heinrich
      29. April 2017 at 16:21

      Liebe Anni,

      wahrscheinlich habe ich einfach noch nicht genügend Erfahrung mit dem selber Anpassen von Schnitten. Ich hab hier den Halsausschnitt etwas abgeändert und irgendwie gefällt mir das nicht so recht. Ich bin da aber auch eher etwas ungeduldig muss ich zugeben.
      Einfach nur grau melierter Jersey wäre wahrscheinlich in diesem Fall wirklich die bessere Wahl gewesen. Obwohl das Stöffchen wirklich schön ist. Ich probier einfach mal noch ein bisschen weiter und hoffe meinen Lieblings-T-Shirt-Schnitt für dieses Jahr bald zu finden ;-)

      LG,
      Kerstin

  • Reply
    Steffi/herzekleid
    27. April 2017 at 11:08

    Liebe Kerstin, erstmal finde ich das Shirt eigentlich sehr schön an Dir. Ich mag die blauen Kontrastnähte – und den Stoff überhaupt, ich hab ihn in dunkelblau mal vernäht, und weiß, wie schön leicht der ist…
    Aber ich kann Deine kritischen Überlegungen total gut nachvollziehen! Selber sieht man da auch immer ganz andere Sachen, als andere von außen. Aber es zählt ja eigentlich nur, dass man selbst zufrieden ist. Vielleicht findest Du ja noch heraus, was genau Dich stört.
    Mir geht es oft so, dass ich etwas anfangs echt gut finde, aber nach einer gewissen Zeit (und das können Jahre sein oder auch nur ein paar Wochen), gefällt es mir gar nicht mehr, ohne dass ich es so richtig erklären kann. Oft hängt es auch ganz stark von meinem momentanen Befinden und meiner Laune ab… Und: Im Spiegel finde ich manches gar nicht schlecht, aber auf Fotos dann schrecklich… Hmm… also, es bleibt ein langer Weg… ein immer weiter Probieren… Ein für immer perfektes Ergebnis ist aber vielleicht auch gar nicht möglich…
    Ganz liebe Grüße,
    Steffi

    • Reply
      Kerstin Heinrich
      29. April 2017 at 16:25

      Liebe Steffi,

      du hast natürlich recht: es gibt so gut wie nie ein Kleidungsstück, welches einem durchweg für immer und ewig gut gefällt. Ich hatte das auch schon oft, dass mir ein Shirt super gut gefallen hat und ein paar Wochen später doch nicht mehr so – zum Glück war es auch schon andersrum ;-)
      Und ja – es hängt auch von der Laune ab. Da hast du absolut recht. Daher gebe ich dem Shirt auf jeden Fall noch die ein oder andere Chance und parallel probier ich einfach noch ein bisschen weiter, was das Nähen anbetrifft. Ich will unbedingt noch ein paar Sachen aus deinem Buch testen :-)

      LG,
      Kerstin

  • Reply
    Doro
    27. April 2017 at 14:48

    Trotz allem – ich finde dein Shirt wunderbar! Stoff und Schnitt passen perfekt zusammen. Ich hoffe, du kannst es doch noch mit Freude tragen!
    Liebe Grüße von Doro

    • Reply
      Kerstin Heinrich
      29. April 2017 at 16:25

      Danke liebe Doro :-) das ist lieb!

  • Reply
    Tanja
    27. April 2017 at 16:29

    Schade,dass es noch nicht DAS T-Shirt geworden ist.Ich mags und finde es sehr schön an dir!!Liebe Grüße Tanja

    • Reply
      Kerstin Heinrich
      29. April 2017 at 16:26

      Danke Tanja :-) ich werde MEIN Shirt bestimmt noch finden.

  • Reply
    chrissibag
    27. April 2017 at 21:06

    Mir geht es oft genauso! Wenn ich denke, diesmal passt es, hab ich beim fertigen Shirt immer was zu meckern! Dass ich sage, genau das ist der Schnitt, den ich jetzt rauf und runter nähe, das kommt eher nicht vor! Aber wahrscheinlich ist man auch oft zu selbstkritisch!
    Ich mag Dein Shirt sehr!

    Liebe Grüße
    Christiane

    • Reply
      Kerstin Heinrich
      29. April 2017 at 16:28

      Liebe Christiane,

      ich bewundere immer, wieviele Schnittmuster du vernähst und ausprobierst und es sieht immer klasse aus :-)
      Ich hoffe ich finde ein Shirt, dass ich dann wirklich rauf und runter nähen kann. Neue Schnitte ausprobieren ist zwar toll, aber auch sehr aufwendig und irgendwie bin ich meistens lieber ein Gewohnheitstier ;-)

      LG,
      Kerstin

  • Reply
    SuSe
    28. April 2017 at 8:41

    Du hast ein wunderschönes, schlichtes Basic genäht, das passt zu allem und ist auch von der Passform gut. Aber auch ich kann das gut nachvollziehen, was Du beschreibst. Auch bei einem „simplen“ T-Shirt stecken viele Überlegungen und Arbeit drin, denn es soll ja Deines werden. Und wenn es das dann nicht ganz Deines ist, ist man enttäuscht. Leider geht es auch mir oft so, dass meine Ideen zu einem Schnitt mit mir durchgehen und es dann ganz daneben geht. Ich versuche mich inzwischen oft zu bremsen und einen Schnitt, wenn ich ihn das erste Mal nähe wirklich stur nach Anleitung zu nähen und dann zu entscheiden, was ich beim nächsten Mal ausprobieren möchte. Aber damit stehe ich noch ganz am Anfang .
    LG SuSe

    • Reply
      Kerstin Heinrich
      29. April 2017 at 16:31

      Liebe SuSe,

      ja – es ist schon erstaunlich wieviel Überlegungen man mitunter in so ein „einfaches“ Shirt reinstecken kann, gell? Gerade weil ich sehr bewusst und gezielt für meinen Kleiderschrank nähen möchte, tue ich mich da echt schwer. Ich habe immer ein bisschen die Sorge eine Schrankleiche zu produzieren und das passt so gar nicht zu meiner Nachhaltigkeitshaltung.
      Naja – ich hab schon einen neuen Plan und versuche mich bald am nächsten Shirt – vielleicht klappt es ja dieses Mal mit dem Lieblingsteil ;-)

      LG,
      Kerstin

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