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Bloggen, Nähen und was ist eigentlich FOMO

Allgemein, Biostoffe, Klamotten

In den letzten Wochen war es hier extrem ruhig. Vielleicht ist es euch aufgefallen. Vielleicht auch nicht. Gefühlt geht es auf den meisten Blogs in der „Sommerpause“ ja eher ruhig zu. Das heiße Wetter und die Ferienzeit sind aber nur ein Teil der Gründe, warum ich gerade wenig Zeit am PC oder an der Nähmaschine verbringe.

Es war einfach die Luft raus. Ich hatte keine Lust mehr und zwischendrin spielte ich mit dem Gedanken den Blog zu schließen.

Das ist erstmal vom Tisch. Nach einer längeren Nähpause juckt es mich doch wieder in den Fingern und so einige neue Klamotten sind bereits fertig. (Wie beispielsweise dieser Rock). Mal schauen, ob es die Sachen auch auf den Blog schaffen – ein Teil davon bestimmt.

Nachdem ich meinen Dawanda-Shop und auch meine Facebookseite geschlossen und gelöscht hatte, bin ich zugegebenermaßen in ein kleines Loch gefallen. Es gab auf einmal keinen Grund mehr das Handy ständig in der Hand zu haben und Emails zu checken oder den Newsfeed durchzublättern.

Jerseyrock mit Taschen

Ich hätte von mir selbst immer behauptet, dass ich nicht sooo viel Zeit mit den sozialen Medien verbringe und mich davon auch nicht beeinflussen lasse. Aber rückblickend muss ich mir selbst eingestehen, dass ich eben doch unheimlich oft und viel online war.

Hand in Hand ist damit das FOMO gegangen. Kennt ihr den Begriff? Ich bin neulich in dem englischsprachigen Blog Timetosew.uk darüber gestolpert: Fear Of Missing Out – die Angst, etwas zu verpassen.

Der Beitrag von Kate hat mich sehr nachdenklich gestimmt und mir wurde bewusst, dass ich mich in den letzten Jahren extrem von anderen Blogs und Facebookseiten habe beeinflussen lassen. Es kommen ständig neue Schnittmuster und Stoffe heraus, die auf den verschiedenen Seiten fleissig gezeigt und beworben werden (mein Blog und meine Facebookseite nicht ausgeschlossen!). Nicht ohne Grund nennt man Blogger in der Zwischenzeit auch gerne Influencer.Lotta Skirt von CompagnieM

Das ist ja auch nichts Schlimmes. Aber ich war mir bislang nicht wirklich bewusst, wie sehr ich mich davon beeinflussen lasse und wie sehr ich mich komischerweise dadurch auch selbst unter Druck gesetzt habe.

Was hat sich geändert? Abgesehen davon, dass ich nicht mehr auf Facebook aktiv bin, habe ich mich gedanklich davon verabschiedet, ständig neue Beiträge, neue Schnitte und neue Stoffe auf meinem Blog präsentieren zu müssen. Ich bin einen Schritt zurückgetreten und nähe und blogge weniger. Und auf einmal macht es auch wieder Spaß.

Blogs lese ich immer noch – über Bloglovin. Hier kann ich auch nach Tagen erst wieder reinschauen und in Ruhe die Beiträge meiner Lieblingsblogs durchblättern. Ich kann selbst entscheiden, wann und ob ich die Beiträge lesen will. Das Gefühl etwas verpasst zu haben oder sich durch Unmengen Werbung und anderen Schnickschnack durchscrollen zu müssen, entfällt.

FOMO - Fear Of Missing Out

Und wie geht es mit meinem Blog weiter? Ich habe noch so einige Themen über Nachhaltigkeit im Hinterkopf, die ich mit euch teilen möchte. Nach und nach werde ich die entsprechenden Posts schreiben und natürlich zeige ich auch weiterhin meine genähten Klamotten. Vielleicht nicht mehr ganz so häufig wie in der Vergangenheit und ohne Streß. Hoffe ich zumindest.

Also: keine Angst davor etwas zu verpassen. Man muss nicht alles genäht, gekauft, gezeigt oder ausprobiert haben, nur weil man es irgendwo anders gesehen hat ;-)

In diesem Sinne: geniesst den Rest der Sommerferien!

LG,