4 Schritte für meinen perfekten Fotohintergrund

Allgemein, Anleitungen

Ein Dawanda-Shop bietet viele Herausforderungen. Es geht nicht nur darum schöne Produkte herzustellen – das Vermarkten ist mindestens genauso wichtig. Hierfür wiederum sind erstklassige Fotos ganz entscheidend. Es gibt viele tolle Tipps rund um das Thema fotografieren von Produkten. Für kleinere Produkte ist eine Fotobox hervorragend geeignet. Eine kurze Anleitung mit Fotos findet ihr dazu bei Dawanda selbst: Fotobox selber bauen.

Mit meiner Fotobox hatte ich 2 Probleme:

  1. Viele meiner Taschen sind einfach zu groß für eine selbstgebaute oder gekaufte Fotobox.
  2. Wo stelle ich die Fotobox hin, wenn ich gerade keine Fotos machen möchte?

Ich möchte Euch meine Alternativlösung vorstellen: 4 Schritte für meinen perfekten Fotohintergrund:

1. Hintergrundmaterial: Ein glatter, weißer Hintergrund an der Wand – übergehend zum Boden – ist notwendig, damit man Taschen schön positionieren und knipsen kann.

  • Leintücher: Die Struktur des Stoffes und das ständige Bügeln der Stofffalten hat mich total gestört.
  • Professionelle Leinwände: endlos habe ich im Internet gestöbert – die guten Leinwände waren mir einfach zu teuer. Die günstigen Varianten hatten alle einen zu dünnen Stoff – da schimmert nachher nur der Untergrund durch.
  • Zeichenpapier: Perfekt! Letztendlich habe ich mich für eine große Rolle Zeichenpapier (1m x 10m) mit einer Dicke von 120 g/m² entschieden. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: kostengünstig, blickdicht, weiß, glatt und die Breite und Länge gibt es in verschiedenen Varianten.
Zeichenpapierrolle

Zeichenpapier als Hintergrund

2. Aufhängung: Die nächste Herausforderung war – wo und wie befestige ich meinen neuen Fotohintergrund? Zunächst hatte ich das Papier in der gewünschten Länge zugeschnitten und mit Klebestreifen an eine Wand geklebt. Das ist aber ziemlich aufwendig und nervig, da das Papier nach der Fotosession wieder entfernt werden muss.  Beim nächsten Mal geht das Ganze wieder von vorne los. Also kam mir die Idee, die Zeichenpapierrolle auf einen alten Besenstiel zu stecken und an 2 Haken an der Wand aufzuhängen. Zum Fotos machen kann die Rolle einfach ein Stück abgewickelt werden. Wenn man fertig ist, wird die Rolle wieder aufgewickelt. Funktioniert prima – ganz ohne knittern!

Aufhängung Papierrolle

3. Fixierung: Damit das Zeichenpapier sich nicht immer wieder zusammenrollt, wenn ich gerade Fotos machen möchte, habe ich mir aus dem Baumarkt 3 große Unterlegscheiben gekauft. Sobald ich ein bisschen Zeit übrig habe, möchte ich diese noch verschönern – schaut mal die Anleitung von Farbenmix hierzu: Näh-Gewichte.

Nähgewichte

4. Verstauen & Aufräumen: Nachdem ich endlich einen Platz im Haus gefunden habe, an dem ich fotografieren möchte, habe ich direkt unterhalb der Decke zwei Haken in der Wand befestigt. Dort lege ich meine Zeichenpapierrolle ab, wenn ich aufräume :-). Wenn ich Fotos machen will, nehme ich die Rolle – an zwei Seilen befestigt nach unten und rolle ein Stück vom Papier ab – voila – schnell auf- und abgebaut.

Wandhaken Fotohintergrund

Das Problem des Fotohintergrundes ist damit für mich gelöst. Die richtigen Lampen sind natürlich eine weitere Herausforderung – aber dazu ein andermal mehr :-)

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5 Comments

  • Reply
    ilanoé
    5. Januar 2014 at 0:48

    Vielen Dank für die tolle Erklärung, ich bin immer am Kämpfen mit dem Fotographieren! Ich habe mir ein Fotostudio gebastelt, aber für grössere Kreationen etwas klein!
    Dein Blog gefällt mir sehr! Ich schaue mal weiter :)
    Liebe Grüsse,
    Nathalie

  • Reply
    Kerstin Heinrich
    5. Januar 2014 at 10:26

    Hallo Nathalie,

    danke – freut mich, dass der Beitrag für Dich hilfreich war. Das mit den Fotos ist auch echt eine Sache für sich. Ich bin auch noch nicht 100%ig zufrieden. Aber ein guter Anfang ist es allemal :-)

    Liebe Grüße,
    Kerstin

  • Reply
    Jutta
    5. Januar 2014 at 22:56

    Super erklärt und tolle Idee!
    Das versuch ich auf jeden Fall bei mir auch zu realisieren.
    Danke dafür :-)
    L.G. Jutta

  • Reply
    Andrea
    5. Januar 2014 at 22:57

    Das ist eine super Idee mit dem Papier :)
    Und was benutzt du als Beleuchtung?
    Gerade jetzt bei der dunklen Jahreszeit?
    Du sagst ja nur, dazu einander mal mehr :)
    Zur Not warte ich noch :)))
    Liebe Grüße, Andres

  • Reply
    Kerstin Heinrich
    5. Januar 2014 at 23:28

    Hallo Andrea,

    ich verwende im Moment zwei Tageslichtlampen, die ich einfach von zwei Seiten auf das Objekt strahlen lasse. Es ist mit dieser Methode leider noch kein diffuses und 100% gleichmäßiges Licht. Aber im Moment ist es ok. Ich bearbeite die Bilder oft noch ein bisschen mit Picasa oder Picmonkey in der Helligkeit nach. Ich bin noch auf der Suche nach besseren Lampen und einer Möglichkeit das Licht gleichmäßiger zu verteilen. Aber das wird wohl noch ein bisschen dauern :-)

    Liebe Grüße,
    Kerstin

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